Konzept

Eine schnelle Rückkehr der Nachtzüge!

Pro Nachtzug treibt die Wiederbelebung eines Netzes von Nachtzügen in Westeuropa voran, das in Zukunft ohne öffentliche Zuschüsse betrieben werden soll.
Der Verein verteidigt insbesondere das Prinzip eines Güter-/Personen-Mixes für diese Nachtzüge, damit die Bündelung des Verkehrs und die Synergie zwischen Quantität (Fracht) und Qualität (Passagiere) ein Überschreiten der Gewinnschwelle ermöglichen.
 
So ist der Verein für jede potentiell relevante Transportstrecke der Auftraggeber für die wirtschaftliche und technische Machbarkeitsstudie und dann gegebenenfalls für die Umsetzung dieses erneuerten Nachtzugangebots. In jeder Studie wird die Machbarkeit eines „Lunazug“ als reiner Passagier- oder als gemischter Güter-/Passagierzug mit oder ohne dauerhafte öffentliche Hilfe untersucht.

Infrastrukturbetreiber wie SNCF Réseau, DB Netz, LFP Perthus unterstützen den Ansatz des Verbandes und beteiligen sich gegebenenfalls an der Finanzierung von Studien. Zwei französische Regionen haben ebenfalls beschlossen, die erste von Pro Nachtzug durchgeführte Studie zu unterstützen.

Um in Logistikketten effektiv und relevant zu sein, muss der Schienengüterverkehr:

  • Pünktlich sein.
  • Regelmässig verkehren.
  • Schnell sein.
  • Zuverlässig sein.


Ein Beispiel : Kombination von Personen- und Güterwagen

Der Personenzug bietet für die Fracht zu erwartenden Garantien (mit hoher Wertschöpfung).
Im Gegenzug profitiert die Fahrgastkomponente vom finanziellen Beitrag der Fracht zur Übernahme der Traktionskosten und der Kosten für die Nutzung von Trassen.
Der kombinierte Güter-/Personenzug (G/P) durch Bündelung dieser Kosten und Kapazitätsoptimierung ermöglicht es, den Schienenverkehr profitabel zu gestalten, da er isoliert ohne öffentliche Zuschüsse keine nachhaltigen Wirtschaftsmodelle hätte.
Der GP-Zug ist die Lösung für die Wiederherstellung effizienter Nachtschienendienste für Passagiere und Verlader.
Der gemischte Zug nutzt die Saisonalität der Personen- und Güternachfrage, um die Zugbefüllung zu optimieren.
Beispiel: Der Auto-Schlafwagenzug ist ein G/P-Zug. Er kombiniert Pkw mit Schlafsitzen und Autotransporter mit einer Geschwindigkeit von 160 km/h.

Auto-Schlafwagenzug

Die Lunazüge sollen diese Personenwagen mit Waggons für diversifizierte Güter wie Container und Wechselbehälter kombinieren.

Die etablierten Eisenbahnunternehmen betreiben oder haben Güterzüge mit Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h betrieben. Ein gedeckter Güterwagen fuhr mit einer Geschwindigkeit von mehr als 260 km/h auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke Lille – Calais, der von einem TGV-Zug gezogen wird, um die Stabilität der Drehgestelle des Güterwagens bei einer kommerziellen Geschwindigkeit von 200 km/h zu testen.…

Der langsame Untergang (2000 – ?)

1994: Der Nachtzug Genf – Moskau wird aufgehoben.
2009: Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) verlassen mit dem letzten Nachtzug Genf – Rom das Geschäft.
2012: Letzter Nachtzug Zürich – Genf – Barcelona.
2000-2010: die meisten Nachtzüge in Europa verschwinden.


Ein gutes Beispiel : Frankreich